![]() | 19. November 2008 Was DU nicht willst, daß man DIR tu, daß füg auch nicht dem Liebsten zu.......................... Frage ist, warum handelt man dann nicht dementsprechend? Noch Interesse an solch einem Thema? Wie kann man in einer Beziehung sich selbst leben ohne den Partner zu verletzen? Was macht man, wenn sich keine Kompromisse finden lassen? Was würdet Ihr Euch wünschen, wenn Ihr in eine solche Situation kommt? Wie erreicht man Annäherungen? Welche Schritte haben Euch in solchen Situationen geholfen? Wo habt Ihr Tips gefunden? WiB |
![]() | 19. November 2008 Da wäre die Frage, warum geht man(n)/frau eine Partnerschaft ein? Um sich in dieser selbst zu verwirklichen oder alles zu teilen? Mag es noch so schwierig sein aus 2 Persönlichkeiten eins zu machen. Wir brauchen einander, der Mensch ist nicht für das alleinsein gemacht. Konsequenz? Nun ich denke, wenn ich für, mit, an den Partner denke, ist es eine Bereicherung. Nur so können wir uns weiterentwickeln. Nun es ist selbstverständlich schwierig, verlangt das man sich selbst das eine oder andere mal zurück nimmt. Das heisst nun nicht, sich selbst zu verleugnen, sondern zu teilen. Bei Missverständnissen hilft nur reden, in Ruhe und ohne laut zu werden. Lieber mal 1 Nacht darüber schlafen. Es geht nicht darum sich selbst und seine Ansichten durchzusetzen, sondern auch an die Wünsche und Bedürfnisse des Anderen einzu gehen. Ein kluger Spruch dazu? Stammt leider nicht von mir. "Behandel die Menschen (Partner ) immer so, wie du gerne selbst behandelt werden möchtest" |
![]() | 19. November 2008 Frage ist, warum handelt man dann nicht dementsprechend? Weil wir Menschen Triebwesen sind.Gut so.Wie kann man in einer Beziehung sich selbst leben ohne den Partner zu verletzen? Schwer dies kurz zu beantworten.Ein gesundes Maß an Egoismus in der Zweisamkeit ist unbedingt wichtig. Du liest hier an vielen Stellen das Ergebnis des Gegegenteils. Und der Wunsch mit einem anderen Menschen den Alltag zu teilen. Was macht man, wenn sich keine Kompromisse finden lassen? Die Akzeptanz der anderen Position, des Verhaltens.Ausser es beLASTet einen, dann lieber trennen. Was würdet Ihr Euch wünschen, wenn Ihr in eine solche Situation kommt? Wir wünschen nicht, wir tun.Nämlich reden. Wie erreicht man Annäherungen? In dem man lockt!Täglich ! ! ! Wo habt Ihr Tips gefunden? Aus den eigenen positiven und negativen Erfahrungen im Leben.In Gesprächen mit Bekannten, Freunden und Fachleuten. Und einer Menge von Büchern. Beispielhaft nenenn wor mal Anne West, Uthe Ehrhardt, Vera Birkenbihl . . . PS: Wir finden es anregend, das hier nicht nur über die schönste Nebensache der Welt geredet wird. PSS: Gewohnheit, Selbstverständlichkeit und nicht miteinander reden sind der Tod einer jeden Beziehung. |
![]() | 19. November 2008 @rawa Mag es noch so schwierig sein aus 2 Persönlichkeiten eins zu machen. Wir brauchen einander, der Mensch ist nicht für das alleinsein gemacht. Dazu habe ich schon eine andere Einstellung, denn ich denke nicht, daß es sinn einer Partnerschaft/Beziehung ist, aus 2 Persönlichkeiten eine zu machen. Vielmehr ist es eine Herausforderung an den Unterschieden zu wachsen, aber selbstverantwortlich am eigen Ich zu arbeiten. Wenn es keine Unterschiede gäbe, würde es doch wirklich langweilig. Eine Basis die zugrunde gelegt wird, kann sich aber ändern, weil die Menschen sich geändert haben. Viele Entwicklungen passieren und sind dann letztendlich konträr zu der Basis am Anfang. Reden ist wichtig, aber auch handeln ist gefragt. Doch was ist wirklich los, wenn sich eben kein Kompromis finden läßt? Wer soll dann verzichten? Und was, wenn der Verzicht sich nicht nur auf einen Teil der Beziehung beschränkt, sondern eine totale Umstellung wäre, die von der einstigen Basis abweicht? @hexeundmerlin Weil wir Menschen Triebwesen sind.Gut so. Also das ist mir einfach zu einfach *Zwinker* Und der Wunsch mit einem anderen Menschen den Alltag zu teilen. Der Wunsch mag sich ja entwickeln, aber heißt das automatisch, daß man das dann auch macht? Was wenn der Partner damit gar nicht einverstanden ist? Macht man es dann trotzdem, weil es dem eigenen Ego gut tut? Ich denke nicht, daß es etwas bringt einen Menschen zu etwas zu überreden, wenn er selbst nicht dazu stehen kann. Das gilt wohl besonders, wenn eine oder mehrere Personen ins Spiel kommen. Und ob dann reden auf lange Sicht helfen kann? WiB |
![]() | 19. November 2008 Wenn es verletzt, ist es keine Liebe! So der Titel eines lesenswertes Buches des Paartherapeuten Chuck Spezzano. Er meint damit nicht, dass man verletzungsfrei durchs Leben kommen kann. Wir verletzen ständig andere, auch unsere Liebsten - aus eigener Unfähigkeit, aus Versehen, aus Unkenntnis ... Wir werden es nicht vermeiden können. Ich würde lieber fragen: Warum verletzen manche ihre Liebsten mit voller Absicht??? Ist das Leben nicht schon hart, schwer und kompliziert genug? Müssen wir uns gegenseitig auch noch unnötig und mit voller Ansicht gegenseitig Verletzungen zufügen? Und das oft auch noch aus purem Egoismus? (Der Antaghar) |
![]() | 19. November 2008 @Antaghar Ich würde lieber fragen: Warum verletzen manche ihre Liebsten mit voller Absicht?? Sie nehmen es zumindest billigend in Kauf, daß Verletzungen entstehen. Sicher kann man nicht verhindern, daß man verletzt, selbst wenn es nicht wissentlich geschehen mag, aber wachsen kann man auch nicht, wenn man diesen Fragen aus dem Weg geht um "sein eigenes Ding" durchzuziehen! Manchmal habe ich das Gefühl, daß man die Selbstverantwortung für sein Glück mit Egoismus verwechselt. Das man verhindern will die Grenzen des anderen anzunehmen und seine eigenen Grenzen kennenzulernen. WiB |
![]() | 19. November 2008 Sehr gut ! Wie immer von Dir @Antaghar - treffend ! -- @WiB: Manchmal habe ich das Gefühl, daß man die Selbstverantwortung für sein Glück mit Egoismus verwechselt. Das man verhindern will die Grenzen des anderen anzunehmen und seine eigenen Grenzen kennenzulernen. Egoismus gehört für uns Beide als wichtiger Bestandteil unseres Ich dazu! Sicher weil wir viel zu lange zu oft Rücksicht nahmen. Es bedeutet doch zuerst einmal nicht mehr und nicht weniger als Eigennutz. Beziehung muss uns nutzen, uns was geben. Sonst ist sie LAST, und die muss man abwerfen. Natürlich gehört auch dazu Grenzen zu erkennen, sie zu akzeptieren. Das schafft doch auch Möglichkeit zu ergänzen. . . LG Merlin |
![]() | 19. November 2008 Egoismus oder Selbstliebe? Ohne jetzt wortklauberisch werden zu wollen: Ein gesunder Egoismus und überlebenswichtig. Wer aber nur zu seinem eigenen Nutzen skrupellos über Leichen geht und die Gefühle anderer unnötig verletzt, nur weil er sich selbst verwirklichen will - der ist nur egoistisch. Zum Egoismus gehört, so wie ich das sehe, auch eine ordentliche Portion LIEBE, damit er nicht zur skrupellosen Gier wird. Selbstverwirklichung: Ja! Eigenliebe: Ja! Purer Egoismus: Nein! Denn wenn ich die Grenzen anderer stoße und nur an mich denke, dann passiert das, was wir in anderen Threads heiß diskutiert haben: Die Haltung vieler in ihren Beziehungen: "Ich will haben! Und was ich will, das nehme ich mir. Wenn's den anderen verletzt, ist mir doch egal, ist doch sein Problem! Und wenn er nicht einverstanden ist, hol ich es mir eben heimlich. Was ich will, steht mir auch zu, verdammt nochmal! Ich lass mir doch nichts verbieten oder vermasseln!" Man könnte sich auch in aller Freundschaft trennen oder andere Möglichkeiten in Erwägung ziehen, die für alle Beteiligten gut und tragbar oder zumindest akzeptabel sind. Aber nein ... Das wäre ja mit "Arbeit" verbunden. Und da scheint mir - hier nur als Beispiel erwähnt und nicht zur Diskussion gestellt! - einer dieser Punkte erreicht zu sein, wo möglicherweise purer Egoismus beginnt - und die Achtung des Partners, der Respekt vor ihm und seinen Bedürfnissen den Bach runtergehen könnte. Da scheint mir Vorsicht geboten zu sein. Deshalb will ich nur höflich darauf aufmerksam machen, das Wörtchen "Egoismus" doch bitte behutsam zu verwenden. Und mir scheint "Liebe zu sich selbst" der bessere Begriff zu sein. Natürlich nur nach meiner Meinung ... (Der Antaghar) |
![]() | 19. November 2008 @Antaghar Selbstverwirklichung: Ja! Eigenliebe: Ja! Purer Egoismus: Nein! Das kann ich auch unterschreiben. Besonders da ich mir nicht vorstellen kann, mit etwas glücklich zu sein, was meinen Partner verletzen würde. Und um auf einen Aspekt aus dem anderen Thread zu kommen, frage ich mich, ob dann "Kindheitsversäumnisse" in Beziehungen getragen werden. Sich "behaupten" zu lernen ohne zu verletzen, ist doch eher ein Ziel. WiB |
![]() | 19. November 2008 Na da sagt man in Sachsen, die wir heute einen Feiertag haben, sind wir drei uns schon mal einig und wissen, was zwei Menschen in einer Beziehung gut tut ! LG Merlin |
![]() | 19. November 2008 Die Kunst in einer Beziehung besteht darin, die eigenen Wünsche zu realisieren, ohne dabei die Wünsche des Partners ausser acht zu lassen. Eine gewissene Portion Eigensinn ist sicher immer angeraten, nur darf dies nicht in puren Egoismus ausarten. In anderen Threads konnten wir lesen, wie eine Person eine für sich neue Lebensweise entdeckt hat. Diese Person hat die Liebe zu einem neuen Partner entdeckt und will sich aber nicht vom alten Partner trennen, also wird versucht den Partner mitzunehmen in die igene neue Lebensweise. Wenn der alte Partner diese Mitnahme nun aber nicht wünscht, wird es u.U. verletzend für ihn. Für mich ist diese Handlungsweise unverständlich. Es wird dabei vergessen, dass es sich in einer Partnerschaft immer um zwei verschidene Individuen handelt. Jeder für sich denkt und handelt dabei auch individuell. Was also für den einen zutreffend ist, muss für den anderen nicht zutreffen. Business (Er) |
![]() | 19. November 2008 Da ich im Moment solo bin... ist diese Diskussion für mich eher theoretischer Natur. Aus früheren Beziehungen weiss ich aber, dass das Ende immer dann sehr nahe war, wenn eine Seite den ungeschriebenen (Werte-)Kanon aus Zuneigung, Inter esse, Für-Einander-Dasein uvm. verliess. In äußerst seltenen Fällen (persönlich so glücklicherweise nie erlebt, aber beobachtet) gibt es auch Fälle, wo bewusstes Ausloten, "wie weit man(n) / frau dabei gehen kann", vorkam - eine Art negative "Liebesprobe", die für mich eher in die verschärte Form von S/M des Alltags fällt. |
![]() | 19. November 2008 Ja, manches was man so lesen kann legt den Verdacht nah, daß manche Menschen ihre Grenzen über die Grenzen des Anderen festlegen. Sicher ein gewagtes Spiel bei dem man nicht nur verletzen kann, sondern auch alles verlieren. Lohnt sich das denn? Was geht einem wohl durch den Kopf, wenn man den Faden überspannt hat? Lernt man dann noch aus Fehlern, oder ist man sogar bereit das zu verdrängen? Stur auf sein Recht zu beharren? Oder ist das Ende dann doch ein Schock? WiB |
![]() | 20. November 2008 Liebe Womaninblack! Ein tolles Thema, was Du eröffnet hast! Ich möchte eines aufgreifen, was Du auch in anderen Threads immer mal wieder schreibst: Das über den Partner hinweg entscheiden. Drehte man den Spieß um, und würde man diejenigen, die eigenständig (zum Wohl??) des Partners bestimmte Entscheidungen treffen, fragen, ob sie wollten, dass Entscheidungen über/für sie getroffen werden, OHNE ihre Kenntnis, ohne ihr Einverständnis... Es geht mir nicht darum, dies zu bewerten. (Ich persönlich finde es nicht gut, weiß aber auch, dass es manchmal Situationen im Leben gibt, die einer sog. "Güterabwägung" entsprechen. Für Außenstehende manchmal nicht nachvollziehbar und schon gar nicht bewertbar.) Dennoch: Ich würde gerne diesen Menschen diesbezüglich Deine Frage stellen: Wie würdet Ihr Euch in umgekehrtem Falle fühlen, wenn Euer Partner etwas über Euren Kopf hinweg entscheidet, wovon er WEIß, dass Ihr es nicht gut findet. Denn meist geht es ja nicht darum, eine Palette Senf ohne Wissen des Partners zu kaufen, sondern um zunächst Essentielles. Schwierig ist nur, wenn das Empfinden der Partner weit auseinander liegt. Wenn jeder so sein eigenes Empfinden dafür hat, wann "das Faß voll ist", wo die Grenzen liegen. Und besonders "pikant" - und schon oft beobachtet: Nach einiger Zeit kennt man sich, und da man dann die Befindlichkeit und die Grenzen des Partners kennt, erfolgt ein sehr geschickter Drahtseilakt - mit der Begründung: Mein Partner ist zwar so und so, aber ich eben nicht. Und damit wird sich um Deine Eingangsaussage vorzüglich herumgedrückt. Florestine |
![]() | 20. November 2008 @Florestine Drehte man den Spieß um, und würde man diejenigen, die eigenständig (zum Wohl??) des Partners bestimmte Entscheidungen treffen, fragen, ob sie wollten, dass Entscheidungen über/für sie getroffen werden, OHNE ihre Kenntnis, ohne ihr Einverständnis... In der Verganenheit ist das geschehen und ich hatte extreme Probleme damit, weil ich mich wirklich entmündigt fühlte. Das hat auch einen Knacks in die Beziehung gebracht, die ja später auch geschieden wurde. Selbst wenn jemand denkt, daß seine Entscheidung keinen Einfluß auf den anderen hat, finde ich dieses Verhalten einfach unfair. Und ich bezweifle, daß es wirklich keinen Einfluß hat. Manchmal denke ich auch, daß sich Partner einreden, der andere würde Stimmungen nicht wahr nehmen, aber man bemerkt sie doch, fragt auch was los ist, sowohl negative Stimmung wie auch bei positiver. Die Enttäuschung im Nachhinein, daß man belogen wurde, trifft dann einfach hart. WiB |